Spende statt Aufritt – „Zugabe“ spendet für die Kultur

Die Pandemie und deren Folgen führten auch bei uns dazu, dass wir alle geplanten Auftritte nach der erfolgreichen Premiere am 29.02.2020 absagen mussten.

Nachdem wir die Auftritte in „unserem Wohnzimmer“, dem Brauhaus „Zur Krone“ in Bergheim, erst vom März 2020 in den August 2020 und dann in den November 2020 verschoben hatten („die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit“), hatten wir nach der erneuten Absage die Einsicht, dass wir seriös kein neues Datum nennen konnten.

Daher kam es zur neuen Meldung in der Presse und hier auf unserer Heimseite, dass wir die gekauften Eintrittskarten zurück nehmen und selbstverständlich den Kaufpreis erstatten.

Was dann geschah, hat uns zutiefst erstaunt und stolz gemacht auf „unser“ Publikum:

von 121 verkauften Karten wurden nur 41 Karten zurückgegeben!

Bei allen Anderen herrschte der Tenor:“Behaltet das Geld, Ihr habt doch das Programm geschrieben und gelernt und geübt, und, und…“ und somit hatten wir ungeplante 800.--€ in der Kasse

Sehr freudig überrascht, waren wir allerdings auch sofort der Meinung:

„Wir haben mit den Kabarett-Programmen und Auftritten ein wunderschönes Hobby und wir haben alle unser Auskommen, wir sind also nicht, wie so viele, von diesen Einnahmen abhängig.“

Dieses Geld wird gespendet an eine Institution, einen Verein, der Künstler und die Kultur unterstützt.

Auch wollten wir die Spende möglichst in der Region belassen und somit fiel unsere Wahl auf den FREUNDESKREIS MEDIO.RHEIN.Erft.

Foto: Niklas Pinner
Foto: Kabarett Zugabe

Das Ziel des Vereins: „Wir fördern den künstlerischen Nachwuchs, führen junge Menschen an die Angebote der kulturellen Bildung heran, …., ermöglichen eine soziale Preisbemessung und sponsern herausragende Programme.“ erfüllt unseren Wunsch in hohem Maß.

Somit fand am 29. April 2021 im Medio Bergheim eine symbolische Scheckübergabe an den Vorsitzenden des Freundeskreises, Herrn Marcel Burghardt im Beisein von BM-Cultura-Chef Dr. Stefan Holzporz, statt.

Foto: Niklas Pinner

 „Es ist einfach klasse, wenn eine Künstlergruppe selbst die Kultur unterstützt“, sagt Dr. Holzport dazu und Marcel Burghardt verspricht, mit diesem Geld u.a. Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, Kulturveranstaltungen in Bergheim zu besuchen.

Zum guten Schluss und als Dank zeichnete uns Dr. Holzporz noch als „Medio-Botschafter“ aus.

Foto: Kabarett Zugabe

Ein sehr schöner Abschluss für uns, aber ehrlich,

Wir wären auch gerne aufgetreten……

Ps.: Unter „Aktuelles Programm / Presse“ finden Sie den entsprechenden Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger



Eine wahre Geschichte

Die Ursprünge unserer Kabarett-Gruppe gehen sehr weit zurück. Tatsächlich bis ins Jahr 1931.

Da wurde Theo geboren.

Und wäre Theo nicht dabei gewesen, wären wir um einen Charakterkopf ärmer.

Doch nun der Reihe nach:

Detlev hatte schon seit Jahren den Wunsch, eine Kabarett-Gruppe zu gründen. Etliche Ideen spukten in seinem Kopf herum und er fing an, die verschiedensten Geschichten und Lieder zu schreiben.

Doch zum Kabarett braucht man auch Leute. Und die musste man finden.

Also wurde er bei der Volkshochschule (VHS) Bergheim vorstellig, um eine Arbeitsgemeinschaft Kabarett zu gründen.

Mehr…

Hier rannte er offene Türen ein und im Januar 2002 begann das erste Semester mit 21 Teilnehmern. Unter diesen Teilnehmern waren auch Albert, Heinz, Paul und Theo und im Kurs wurde unter mächtig viel Spaß die Historie und die Arten des Kabaretts sowie Mimik, Ausdruck, Sprache etc. gelernt.

Nachdem auf Grund Verfehlens der Mindestteilnehmerzahl der zweite Kurs nicht zu Stande kam, entschieden sich die oben genannten fünf Leute, auf privater Ebene weiter zu machen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die VHS Bergheim, dass sie uns ermöglicht hat, uns zu finden.

Wir trafen uns seit September 2002 regelmäßig und produzierten jede Menge Gehirnschmalz. Wir legten uns ein Thema zurecht und begannen, gemeinsam ein komplettes Kabarettprogramm zu schreiben.

So entstand das erste Programm:

Nachbarn sind auch Menschen – aber irgendwie anders.

Mit diesem Programm wollten wir einmal auf die Bühne, einmal wollten wir unsere Gedanken, Stücke, unsere „geistigen Ergüsse“ vor Publikum zeigen.

Wir spielten das Programm in der Zeit von Juli 2004 bis Juni 2006 dann insgesamt unglaubliche 14 Mal vor insgesamt 1.948 Zuschauern.

Der Erfolg motivierte uns und das 2. Programm wurde erarbeitet, die

Ver-rückte Welt (2006-2008)

Und es folgte auch noch unser 3. Programm, die

„Tischgespräche“ (2008-2010)

Hier wollen wir natürlich erwähnen, dass wir dieses Programm auch in der „großen Stadt“ im Studio DuMont und im Bürgerhaus Köln Kalk zeigen durften.

Dann erreichte uns eine schlechte Nachricht: unser Theo verkündete uns, er wolle sich zu seinem 80. Geburtstag vom aktiven Bühnenspiel verabschieden. Der Schock saß tief, aber wir haben seine Entscheidung schweren Herzens akzeptiert.

Um Theo gebührend zu verabschieden, strickten wir aus Theos Lieblingsstücken unserer bisherigen Programme die „Tschüss-Theo-Tour“ und gingen damit auf Abschiedstournee. Die

„Tschüss-Theo-Tour“ (2010-2011)

haben wir zwischen November 2010 und Juni 2011 schließlich 14 Mal, u.a. in Köln im Senatshotel, aufgeführt.

So haben wir 5 Kabarettisten bis dahin insgesamt 67 Mal gemeinsam auf der Bühne gestanden und dabei 8.654 Zuschauer unterhalten.

Danach folgte eine kreative Auszeit und wir haben zu viert unsere

„Zeitreise (Gestern – Heute – Chaos) “ (2012-2014)

geschrieben. und haben mit großer Freude am 22. November 2013 in Birresborn unsere 10.000 Zuschauerin begrüßt und mit einem „Fresskorb“ beglückwünscht.

Ein besonderes Highlight im Jahr 2014 war unsere erste Teilnahme an einem Kabarett-Wettbewerb.

Im Frühsommer erreichte uns die Anfrage, ob wir bereit wären, an den bekannten Oelsnitzer Kabaretttagen im wunderschönen Erzgebirge, die im Jahr 2014 zum 13. Mal stattfanden, teilnehmen wollten.

Hier treten jedes Jahr 4 Kabarettisten bzw. Kabarettgruppen gegeneinander an und kämpfen um die Gunst des Publikums um die begehrte Trophäe, den „Oelsnitzer Barhocker".

Für uns war das eine große Herausforderung, zumal wir gerne ausprobieren wollten, ob wir denn mit unserem Programm 600 km entfernt von unserer Heimat das Publikum auch erreichen.

Wir haben dann in der großen, gut besuchten Stadthalle Oelsnitz unser Bestes gegeben und viel Applaus geerntet.

Für den Sieg hat es leider nicht ganz gereicht – die sächsische Konkurrenz in Form von Annekatrin Michler (Respekt, Annekatrin, Du warst super!!!) hat uns auf den zweiten Platz verwiesen. Für uns aber ein durchaus tolles Ergebnis!

Ein Video findet Ihr unter dem Button „Archiv“ Oelsnitzer Kabaretttage.

2015 folgte dann unser 5. Programm:

„Ansichtssache – wieso, weshalb, warum?“ (2015-2016)

und zzgl. noch die Sonder-Veranstaltung zur 100. Vorstellung am 15.01.2016 (siehe separater Bericht).

Wir hatten noch mehr  zu erzählen und somit folgte dann das 6. Programm, die

„Kultur-Banausen“ (2017-2018)

 Außer den schon, mit Stolz, erwähnten Auftritten in der großen Stadt konnte man uns mehr oder weniger regelmäßig sehen in:

Bergheim, Birresborn, Bitburg, Düren, Elsdorf, Erftstadt, Kerpen, Köln, Mechernich, Oelsnitz und Zülpich.

Gerne würden wir diesen Orten noch einige weitere hinzufügen….

Momentan befinden wir uns wieder in der kreativen Phase und Neufindung unseres 7. Programmes, welches mit dem Titel

 

Alles Gut ! ?

am 26. Oktober 2019 Premiere feiert.

Weniger…